Heiraten für den Wahlsieg

Wir müssen heute für ein sehr ernstes Thema PARTEI ergreifen, ein Thema, welches schon seit Wochen in Hamburg kursiert. Wir haben uns bisher aus einigen Gründen zurückgehalten. Ein Grund war, daß die in den Trubel um Zwangsheirat verstrickte Person ein Büro in Altona unterhält, ein Büro, das wir anmieten wollen. Zumindest zu dem Zeitpunkt, da Bülent Ciftlik dort auszieht.

Nun, warum dann nicht darüber berichten, wenn es doch nur um ein Büro geht? Das haben wir uns auch gefragt und uns dann entschieden, doch PARTEI zu ergreifen — und zwar für Ciftlik.

Der arme Mann

Es ist uns unverständlich, wie die in Hamburg verortete Journalie und die restpolitischen Schmierfinken der anderen Parteien denn meinen, wie Politik heute noch machbar sei. Leider wagt sich der Realismus nicht mehr bis in die Gehirne und empathischen Bereiche eines politischen Seelenlebens. Wie sollen Politiker denn heute Geld mit nach Hause bringen, wenn nicht durch, sagen wir, etwas andere Kanäle? Ferner geht es bei den Anschuldigen um ein sakrales Gut, um eine mit göttlichem Segen geheiligte Verbindung: Um eine Hochzeit samt anschließender Ehe! Meine Güte, liebe Restpolitik und Journalie Hamburgs: Der gute Herr Ciftlik hat doch kein Kind missbraucht! Nun reißen Sie sich alle doch mal bitte zusammen!

Die SPD ist schuld

Die eindeutige Schuld ist in der SPD Altona zu suchen. Wenn eine Partei ihre aufstrebenden Mitglieder nicht reichlich mit Machtoptionen versorgt, darf Sie dann erwarten, daß es ganz ohne Zwangsheirat geht? Nein, sagen wir, nein, sagt die ganze Welt! Seitdem Olaf Scholz wieder in Hamburgs Politik meint mitmischen zu wollen, geht der ganze Laden den Bach noch steiler bergab, als mit dem Egloff und dem Petersen; da meint eine SPD, sie käme mit Rot-Grünen-Wunschkoalitionen wieder zurück auf die Bühne der Politik, nur weil eine Lebensmittelfabrikanten-Tochter in NRW ein paar Prozentpunkte einer völlig derangierten FDP abkriegt. Ja, drehen denn jetzt schon wieder alle durch?!

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Gehen getrennte Wege: Die Landesvorsitzenden Alexander Grupe (Die PARTEI) und Olaf Scholz (SPD). (Bild klicken zum Vergrößern.)

Auch wenn die Trümmer-SPD sich in Wunschträumen suhlt, die Realität spricht anderes: So wurde Bürgermeister Ole von Beust zum achten Mal hintereinander zum beliebtesten Politiker Hamburgs gewählt. Knapp hinter Dorothee Stapelfeldt. Am schlechtesten schnitt die Altonaer Fleischmütze Scholz ab. Selbst Hinnerk Fock, der große alte verrückte Mann der Hamburger FDP, liegt noch weit vor Scholz. Und da ist es ja klar, dass die SPD in Hamburg sich ein Opfer suchen muss, um von all dem abzulenken.

Heirat kann keine Sünde sein

Genau hier kommt Bülent Ciftlik ins Spiel, der arme Ciftlik, der arme Bülent. Seit wann, fragen wir Sie: Seit wann ist die Zwangsheirat einer geschlechtsreifen und volljährigen Person mittleren Alters eine strafbewährte Handlung? Für normale Menschen, da sehen wir natürlich Handlungsbedarf. Aber für Politiker?! Helmut Kohl wurde immerhin letztens 80, auch wenn man ihn nicht mehr verstand, was er alles auf seiner Geburtagsfete erzählte. Vielleicht hatte er sogar, im Alter nun etwas zarter im Gemüt, alle seine damaligen Spender genannt — und keiner hat es mitbekommen, weil ihn keiner verstanden hat, weil er so nuschelte.

Nein nein, Bülent Ciftlik ist freizusprechen! Von allen Anklagepunkten! Zwangsheirat darf als legitimes Mittel zur Wahlkampf- und Parteienfinanzierung nicht in Verruf geraten. Dafür hat letztendlich auch die Hamburger Justiz zu sorgen.

Und sollte er doch verknackt werden, dann hätten wir gerne sein Büro in Ottensen.

1 Kommentar

  1. Jennabel

    Very true! Makes a change to see seonmoe spell it out like that. :)

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